„YouTube-Werbung finanziert pädophile Neigungen“

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„YouTube-Werbung finanziert pädophile Neigungen“ – so lautete die Schlagzeile der britischen „Times“, die am Freitag erschien. Davon unter Druck gesetzt, mussten werbetreibende Unternehmen reagieren. Neben Lidl stoppten unter anderem der „Philadelphia“-Hersteller Mondelez und der „Johnnie Walker“-Anbieter Diageo ihre Werbung auf der Plattform. Adidas erklärte, zusammen mit Google an notwendigen Schritten zu arbeiten, um eine Wiederholung des Vorfalls zu verhindern. Auch wir von Momos Blog haben, bis zur Klärung des Problems, unsere Werbung auf Eis gelegt.

Nach Aussage der „Times“ wurden die Bilder und Videos der Kinder offenbar von diesen selbst hochgeladen worden. So wurde ein Clip von einem Mädchen in Nachtwäsche 6,5 Millionen Mal gesehen. Die Bilder und Videos wurden von Hunderten Pädophilen kommentiert. YouTube arbeite daran, das Problem so schnell wie möglich zu beheben, so ein Sprecher von Google

Leider ist das nicht das erste mal, das YouTube mit solchen Inhalten auffällt.

Normalerweise können sich Werbetreibende gezielt aussuchen, welche Zielgruppen sie mit ihrer Werbekampagne erreichen wollen. Dabei lassen sich auch bestimmte Inhalte ausschließen, von denen man sich distanzieren möchte. Da YouTube die Inhalte und Anzeigen aber automatisch aufeinander abstimmt, kommt es immer wieder zu Fehleinschätzungen.

In jüngster Zeit häufen sich die Berichte, dass YouTube seinen Algorithmus nicht im Griff hat. So entdeckte vor kurzem der Autor und Künstler James Bridle , dass dubiose Kinderfilm-Produzenten aus Asien den Algorithmus gezielt manipulieren, um mit verstörenden, sinnlosen oder gewaltverherrlichenden Billig-Videos Zuschauer anzulocken. Das Perfide daran: Diese Videos richten sich gezielt an Kinder, die unbeaufsichtigt YouTube-Videos gucken.

Lidl hat zusammen mit vielen anderen Unternehmen seine Werbung auf YouTube gestoppt. Zuvor hatte die britische Zeitung „The Times“ berichtet, dass neben den Anzeigen der Konzerne auf dem Videoportal auch halbnackte Kinder gezeigt wurden. Dies sei inakzeptabel, sagte eine Sprecherin der britischen Lidl-Tochter. Es sei klar, dass die Mechanismen von Google zur Überwachung des Angebots bei seiner Tochter YouTube wirkungslos gewesen seien. Ob dies auch für Deutschland gilt ist unbekannt.

 

Quellen: The Times,T-Online

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