Das Paradox unserer heutigen Zeit

Albert Einstein machte einmal diese berühmte Bemerkung in einer Unterhaltung mit Werner Heisenberg.

Er sagte: „Der Westen hat ein wunderschönes Schiff gebaut, mit sämtlichen Komfort im Inneren. Eine Sache aber fehlt diesem Schiff, ein Kompass. Und deshalb weiß es nicht wo es hinfährt.“

Dieses Paradox unserer Zeit wurde vom Dalai Lama dargelegt als er sagte: „Daß wir breitere Straßen haben, aber kleinere Horizonte. Daß wir größerer Gebäude, aber weniger Geduld haben.“

Will Smith sagte: „Daß wir Geld, das wir noch nicht verdient haben, dazu benutzen, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen, um Menschen zu beeindrucken die wir nicht mögen.“

Und ist es nicht phänomenal, wie uns Technologie diejenigen näher bringt, die weit weg sind, uns aber von denen entfernt, die uns tatsächlich nahe sind?

Täglich werden 30 Milliarden Whatsapp-Nachrichten verschickt, aber trotzdem fühlen sich 48% der Menschen einsamer.

Das Paradox unserer Zeit ist, daß wir mehr Schulabschlüsse, aber weniger Verstand haben, mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen, mehr Experten, aber weniger Lösungen.

Es war Martin Luther King, der sagte, daß die Ironie unserer Zeit ist, daß wir zwar steuerbare Raketen, aber fehlgeleitete Menschen haben.

Hast du es jemals verwirrend gefunden, daß wir es bis zum Mond und wieder zurückgeschafft haben, wir aber Probleme damit haben, auf der Straße oder im Zug ein Gespräch anzufangen?

Es ist verblüffend, daß Bill Gates der Topverdiener 2015 war, mit einem Vermögen von 79,2 Milliarden Dollar, aber einer von vier Firmenbossen mit Depressionen kämpft.

Ist es tatsächlich genau dieses Paradox, von dem wir zehren? Ist es nicht dieses Paradox, das Medien so interessant macht?

Das ist es, was Journalismus so interessant macht. Was Politik so interessant macht. Das ist es was Fernsehen so interessant macht.

Ist es diese Paradox, von dem wir zehren, und von dem wir leben und über das wir reden und in unseren Kreisen diskutieren?

Scheint es nicht so, als würden wir versuchen die Luft zu reinigen, aber unsere Seelen zu vergiften?

Wir haben das Atom gespalten, nicht aber unsere Vorurteile. Wir wollen mehr Einkommen, haben aber weniger Moral.

Wir fragen uns also: Wie können wir das ändern? Wie können wir dieses Paradox in unserem Leben angehen?

Es fängt bei uns an, indem wir die „Stop“ Taste drücken, nochmal zum Anfang spulen, und noch mal von neuem beginnen. Indem wir uns einen Moment nehmen, um uns unserer selbst bewusst zu sein. Indem wir uns einen Moment nehmen, und uns einiger Dinge bewusst werden. Einen Moment, in dem wir die Konsequenzen reflektieren, die ein falsch platziertes Wort, oder eine unnötige Diskussion, die wir nicht hätten führen müssen, haben kann. Oder in dem wir mit Jemanden ein bisschen anders reden, in einem anderen Tonfall, mit mehr Einfühlungsvermögen, aus einem anderen Blickwinkel, um anderen Menschen auf einer anderen Ebene wirklich nahe zu kommen.

Dieser kleine Gedankengang hat mit Albert Einstein begonnen, und ich schließe damit, daß er sagte, daß die Probleme von heute nicht mit dem Denken gelöst werden können, mit dem wir sie kreiert haben. Wir müssen also alternative Lehren suchen. Wir müssen uns mit den alten Büchern der Weisheit beschäftigen uns wieder verstehen lernen, daß diese alten Seiten Wissen und Wahrheit enthalten, und wie wir das nutzen können, um unser Leben im Heute zu verändern. Ansonsten bedeutet dieses Paradox, daß wir für jeden Schritt den wir vorwärts gehen, gleichzeitig drei Schritte zurückfallen.

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