Auf einmal ist es zu spät

Ohne das Gefühl für Zeit werden wir geboren, namenlos in die Arme einer Mutter, eines Vaters und den Göttern.
Die Welt auf uns gewartet, tausend Jahre im Trubel .
Wir sehen sie furchtlos an, während sie mit Ehrfurcht zu uns blickt.
Dann fallen wir ruhig in den Schlaf, mit nichts im Kopf, weil wir noch keine Angst kennen.

Plötzlich werden wir wach, und streben danach geliebt zu werden.
In der Hast nach Liebe werden wir zu etwas, das wir nie von uns gedacht hätten.
Wir wurden von unserer Anstrengung überrascht, erschöpft und verängstigt zurückgelassen.
Alle die verbrauchten Nächte, in denen man sich unvollständig fühlt, und alle diese Abende an denen man den Himmel verflucht.
All diese Tage an denen man sich eine neue, eine zweite Chance wünscht, um all die Versprechen die wir gebrochen haben versuchen einzuhalten.
Aber damit verschwenden wir nur unsere kostbare Zeit.

Auf einmal werden wir alt.
Und es kommt wie ein Schlag in den Bauch, in den Rücken, ins Gesicht.
Wenn es so scheint als hätte uns jemand belogen als unsere Eltern gestorben sind, dann halten wir an ihrer Stelle zusammen.
Und ich fühle das Wasser um uns herum ansteigen. Ja, ich fühle, dass sich die Welt auf einmal ändert. Vielleicht ist das in Ordnung so.

Und alle haben wir nur eine Hoffnung. Die Hoffnung, daß jemand da ist, der zu uns herunter sieht,
wenn wir unsere Körper unter der Erde zueinander legen.

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