Raubbau für Palmöl in Indonesien

Von Natur aus entfachen sich in den Regenwäldern Indonesiens keine Waldbrände. Dennoch wird das Inselreich Jahr für Jahr von verheerenden Feuern geplagt. Der Grund: die Gier nach Palmöl.

Schon im Herbst letzten Jahres verbrannten Millionen Hektar Land, Unmengen klimaschädliches CO2 entwichen in die Atmosphäre. Der giftige Rauch nahm Menschen und Tieren die Luft zum Atmen. Auch dieses Jahr zeichnet sich ein ähnlicher Verlauf ab, tausende Feuerhotspots wurden vor kurzem bereits registriert.

Diese Feuer sind keine natürliche Katastrophe. Über mehrere Jahrzehnte hinweg hat die Plantagenindustrie riesige Waldflächen gerodet und Moore trockengelegt, um Palmöl- und Zellstoffplantagen anzulegen. Genau diese Zerstörung hat die Bedingungen für die Waldbrände erst geschaffen.

Wenn wir die Verantwortlichen nicht zum Handeln bewegen, werden diese Brände wiederkehren und noch mehr Unheil anrichten. Das können wir verhindern – wenn wir gemeinsam handeln und für echte Veränderung eintreten.

AMBITIONIERTE PLÄNE – ABER SIE REICHEN NOCH NICHT
Im vergangenen Jahr sagten über 250.000 Menschen dem indonesischen Präsidenten: „Stoppen Sie die Zerstörung der Wälder und Moore durch die Papier- und Palmölfirmen.“ Und es hat funktioniert – der Präsident schuf schnell ambitionierte Pläne, um die indonesischen Moore zu schützen.

Doch das allein reicht nicht aus. Trotz aller Pläne und Versprechen schreitet die Waldzerstörung in Indonesien ungebremst voran. Versprechen funktionieren nicht, wenn sie nicht im Wald und bei den Menschen ankommen.

Große Palmöl-Firmen wie der malaysische Plantagenkonzern IOI stehen weiterhin mit Wald- und Torfmoorzerstörung in Verbindung.

TATEN FÜR WAHRE VERÄNDERUNG
Die Firmen und ihre Zulieferer müssen ambitionierte Pläne und echte Taten liefern, damit Wälder und Moore gerettet werden. Sie müssen für wahre Veränderung sorgen, um die Wälder zu schützen und weitere Feuer zu verhindern.

Quelle: Greenpeace

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